Zukunftsimpulse

Reinhören. Mitdenken. Meinung bilden.

Der Club of Rome ist mit der Veröffentlichung „Die Grenzen des Wachstums“ weltweit bekannt geworden. Doch was waren die Gründe und Anliegen des Gründers Aurelio Peccei und seiner Mitstreiter, diesen Club überhaupt erst zu gründen und wie relevant sind diese Gedanken in der heutigen Zeit? Die Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME stellt sich heute die Frage, wie eine positive Idee der Zukunft, eine lebensfördernde Zukunft aussehen und erreicht werden könnte. Bei der Suche nach Antworten behalten die Mitglieder die Anliegen der Gründer des Club of Rome im Blick – mit dem Anspruch, Historie und Zukunft zu verbinden – und übertragen frühere Aussagen und deren mögliche Bedeutung auf unsere heutige Zeit.

Staffel 1 – Der Mensch als Moderator des Lebens?

Aurelio Peccei, schrieb in „Die Qualität des Menschen“ im Jahr 1977 sinngemäß:
Nachdem der Mensch – durch Wissenschaft und Technologie – gelernt hat, die Geschehnisse auf dem Planeten weitgehend zu bestimmen, muss der Mensch nun eine neue Rolle als Moderator des Lebens auf der Erde einschließlich seines eigenen Lebens übernehmen. Denn seine technologische Macht überträgt dem Menschen, die Verantwortung für Entscheidungen, die einst der Weisheit der Natur oblagen. Peccei schlussfolgert, dass der Mensch dieses Verständnis seiner Verantwortung noch nicht entwickelt habe und es somit nicht verstehe, ein wirklich moderner Mensch zu sein.

Folge #1 - Moijb Latif

“Ein moderner Mensch nutzt den technologischen Fortschritt zum Wohle aller und der Natur.”

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Folge #2 - Uwe Schneidewind

“Jetzt ist einem dieser Planet plötzlich in die Hand gegeben und man muss auch in Verpflichtung für künftige Generationen dafür eine Verantwortung übernehmen.“

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Folge #3 - Thomas Bruhn

“Wenn der Mensch diese Verantwortung mit annehmen kann – aus seiner Bewusstheit heraus den Blick aufs Ganze verfügbar zu machen und zu spiegeln – das wäre eine wundervolle Rolle.”

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Folge #4 - Daniel Dahm

„Für uns wird es vor allen Dingen darum gehen, uns als Moderatoren des eigenen, des menschlichen Lebens zu erkennen und zu verstehen, damit wir auf diesem Planeten einen integrierten und lebensstärkenden Ort finden können, denn das ist immer die Bedingung von Langfristigkeit, von Zukunftsfähigkeit in der biologischen Evolution.“

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Folge #5 - Ernst Ulrich von Weizsäcker

„Wir müssen lernen, global zu denken und zwar zum Nutzen der Natur und nicht zur Ausbeutung.“

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Folge #6 - Christian Berg

„Es ist einfach klar, dass wir durch Technik einen enormen Zuwachs an Macht in Zeit und Raum haben und es offensichtlich nicht geschafft haben, damit verantwortungsvoll umzugehen.“

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Staffel 2 – Ist Technologie die Lösung?

Im Jahr 1981 analysiert Peccei in „Die Zukunft in unserer Hand“:
Man sucht den heilsamen Fortschritt vor allem außerhalb des Menschen – in hervorragender Technologie – und nicht in einer Besserung unserer eigenen Denk- und Verhaltensweisen. Der moderne Mensch kann alles verändern, doch darüber vergisst er, sich selbst zu entwickeln. Und auch im Schlusswort von „Die Grenzen des Wachstums“ steht: „Der Mensch muss sich selbst, seine Ziele und seine Wertvorstellungen ebenso erforschen, wie die Welt, die er zu verändern sucht.“

Folge #1 - Mojib Latif

„Technologie ist per se nichts Schlechtes, sondern Technologie kann sehr hilfreich sein. Aber Technologie darf eben nicht zu einem Monopol werden und dazu führen, dass diejenigen, die im Besitz von Technologie sind, den Rest der Bevölkerung, sozusagen, knechten.“

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Folge #2 - Uwe Schneidewind

„Technologie bleibt ein wichtiger Baustein, aber es geht um die Einbettung und die Gefahr ist, dass wir, wenn wir uns nur auf Technologie konzentrieren, die Probleme in Ihrer Ganzheitlichkeit nicht erfassen.“

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Folge #3 - Ernst Ulrich von Weizsäcker

„In der Tat sind wir bisher in Bezug auf die Veränderung unserer selbst ziemlich faul gewesen. Wir denken noch immer ‘Die Technologie, die wird das Problem dann schon lösen’.”

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Folge #4 - Thomas Bruhn

„Es gibt diesen Impuls, diesen Drang des Menschen, den heilsamen Fortschritt im Außen zu suchen und die Welt außen zu verändern und dabei zu vergessen, seine eigene geistige Beschaffenheit als Teil dieses Veränderungsprozesses der Realität, der Wirklichkeit, mit zu begreifen.“

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